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15 Jahre Gospelchor SPIRIT OF HOPE Nussbaumen im Aargau

"TONIC SPIRIT" - TONIC STRINGS und SPIRIT OF HOPE in einem gemeinsamen Projekt!!! Mehr...




 
   
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Mahalia Jackson (1911 - 1972)

Als die kleine "Halie" Jackson in der Mount Moriah Baptist Church in New Orleans ihre ersten Gesangsversuche unternahm, meinte ihre Tante Bell: "Eines Tages wirst du vor Königen singen." Und sie sollte mehr als Recht bekommen – im Laufe ihrer Karriere stieg die am 26. Oktober 1911 geborene Mahalia Jackson zu einer der berühmtesten Gospelsängerinnen aller Zeiten auf; manche betrachten sie sogar als die unangefochtene "Queen" des Genres.

Das Singen half Mahalia Jackson über viele Unannehmlichkeiten einer Kindheit in Armut hinweg – ihre Mutter starb, als sie sechs Jahre alt war. Fortan lebten Mahalia und ihr Bruder Peter bei ihrer Tante Duke, einer tiefreligiösen Frau, die die ihr anvertrauten Kinder jeden Sonntag mit zur Kirche nahm. Die Gospelmusik, die Mahalia hier hörte, sollte sie prägen – ebenso wie die Worte der Heiligen Schrift, die dabei verkündet wurden.

Mit 16 Jahren zog Mahalia Jackson zu einem Onkel nach Chicago und wurde Mitglied des Chors der Greater Salem Baptist Church. Rasch wurde man auch hier auf ihre Stimme aufmerksam und machte sie zur Solosängerin. Daneben trat Mahalia mit den Johnson Brothers, einer der ersten professionellen Gospelgruppen, auf. Als sich diese 1937 auflösten, lancierte sie ihre Solokarriere. Ein erstes Album, "God's Gonna Separate the Wheat from the Tares", war ein mässiger Erfolg (als Lohn erhielt sie 25 Dollar); in den grösseren Kirchen der schwarzen Mittelklasse wurde Jacksons vitaler, energiegeladener Stil anfänglich mit einer gewissen Skepsis aufgenommen.

Letztlich sollte ihre aussergewöhnliche Stimme jedoch alle Vorbehalte überwinden – eine Stimme, von der Martin Luther King Jr. sagen sollte, so etwas höre man nur "einmal in tausend Jahren". Mahalia Jackson sang 1963 vor Kings "I Have a Dream"-Rede in Washington ebenso wie an seiner Beerdigung 1968, und sie sang 1961 an der Amtseinführung von John F. Kennedy.

Ihr Leben lang lehnte es Mahalia Jackson ab, etwas anderes als Gospel zu singen – dabei widerstand sie unter anderem den Bemühungen von Louis Armstrong, aus ihr eine Jazzsängerin zu machen. Die Bibel war ihre Quelle der Kraft, und der Gospel das Ventil für ihre unbändige Lebensenergie – symptomatisch, dass "I Believe" einer ihrer Lieblingssongs war. Jacksons tief empfundene Religiosität ging sogar so weit, dass sie sich weigerte, in Nachtklubs oder in Lokalen zu singen, in denen Spirituosen ausgeschenkt wurden.

Mit ihren Liedern vermochte sie – die Enkelin eines Sklaven – Brücken zwischen den Rassen zu schlagen, auch wenn es heisst, dass sie vor weissem Publikum stets etwas reservierter auftrat als vor schwarzem. Dennoch wurde sie zu einer der wichtigsten Figuren im Kampf für Menschenrechte und Gerechtigkeit, die die fünfziger und sechziger Jahre in den USA so sehr prägten. Von ihr ist auch der Satz überliefert: "Ich habe Hoffnung, dass mein Gesang etwas von dem Hass und der Angst zerschlagen kann, die die schwarze und die weisse Bevölkerung dieses Landes trennen."

In den sechziger Jahren begann sich Jacksons Gesundheit zu verschlechtern – vermutlich nicht zuletzt wegen ihrer anstrengenden Tourneetätigkeit. 1972 forderten schliesslich Diabetes und Herzinfarkte ihren Tribut: Mahalia Jackson starb 69-jährig in Chicago. Ihre Stimme aber lebt weiter – in unzähligen Aufnahmen, die den Menschen Freude und oft auch Mut gemacht haben.

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Foto: Carl Van Vechten