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Seit seinem Tod ist Martin Luther King, Jr.s Ruf zu einem der meistverehrten Namen in der US-amerikanischen Geschichte angewachsen. Er wird oft mit Abraham Lincoln verglichen: beide Männer waren Führer, die sich stark für die Menschenrechte und gleiche Chancen für alle einsetzten – und unter anderem deswegen ermordet wurden. Auch veröffentlichte Tatsachen über eheliche Untreue und die Plagiatisierung Teile seiner Diplomarbeit konnte sein Ansehen in der Öffentlichkeit nicht ernsthaft beschädigen, sondern untermauerten eher noch das Bild eines sehr menschlichen Helden und Führers. So belegte King bei einer Wahl der „größten Amerikaner aller Zeiten” beim US-amerikanischen Kabelfernsehsender Discovery Channel den dritten Platz.
Ehrungen nach dem Tod 1980 wurden Kings Geburtshaus und einige weitere Gebäude in der Umgebung zur National Historic Site (etwa: Ort von nationaler historischer Bedeutung) erklärt [1]. Nicht zuletzt auf Betreiben des Musikers Stevie Wonder hin, folgte dann 1986 ein nationaler Feiertag zu Ehren Kings, der Martin Luther King Day, der am dritten Montag im Januar jeden Jahres begangen wird. Am 18. Januar 1993 zelebrierten zum ersten Mal alle Regierungen der 50 US-Bundesstaaten offiziell diesen Feiertag. Außerdem kaufte die „Martin Luther King Jr. Memorial Foundation“ 1987 das Lorraine Motel und wandelte es in das „National Civil Rights Museum“ um. Viele Städte der USA haben eine ihrer Straßen nach dem Bürgerrechtler benannt und in Harrisburg, Pennsylvania, trägt das Rathaus Kings Namen.
1998 wurde die Alpha Phi Alpha-Vereinigung vom US-Kongress autorisiert, eine Stiftung für die Koordination der Geldbeschaffung und des Designs des Denkmals Martin Luther King, Jr. National Memorial in Washington D.C. zu gründen. King war prominentes Mitglied dieser akademischen Vereinigung für Afro-Amerikaner. Das Denkmal soll in der Gegend der National Mall nahe einem Abraham-Lincoln-Denkmal errichtet werden.
Seit dem Tod Kings engagierte sich auch seine Ehefrau Coretta Scott King auf Gebieten wie soziale Gerechtigkeit oder Bürgerrechte. Noch im selben Jahr, in dem King ermordet wurde, rief sie das King Center in Atlanta ins Leben. Ziel war es, das Vermächtnis Kings zu bewahren und an sein Engagement für friedliche Konfliktlösung und weltweite Toleranz zu erinnern. Kings Sohn Dexter ist derzeit Präsident und Vorstandsvorsitzender der Centers.
Auch werden Versuche unternommen, im Jahr 2010 Kings Konterfei auf US-amerikanische Münzen pressen zu lassen, nachdem Bürgerrechtler sich 2000 erfolglos dafür einsetzten, King auf 50-Cent-Münzen oder 20-Dollar-Scheinen zu verewigen.
Die Band U2 schrieb 1984 die Songs „Pride (In the Name of Love)“ und „MLK“ (auf dem Album The Unforgettable Fire) zu Ehren Kings und seinem Lebenswerk. „Pride“ enthält allerdings einen historischen Fehler, denn King wurde nicht, wie im Titel impliziert, am Morgen ermordet, sondern abends. Bei Live-Auftritten singt U2-Sänger Bono das Lied mittlerweile in korrigierter Version.
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Quelle: wikipedia.ch
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