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15 Jahre Gospelchor SPIRIT OF HOPE Nussbaumen im Aargau

"TONIC SPIRIT" - TONIC STRINGS und SPIRIT OF HOPE in einem gemeinsamen Projekt!!! Mehr...


Go Spell Gospel number two: Die Doppel-CD kann nun in unserem Shop bezogen werden! Yeah Gospel is Life!!!  Mehr...



Wir (Vocal Ensemble Credo und Kulturamt der Stadt Bottrop) laden Sie mit Ihrem Chor ein, unsere 9. Bottroper Gospelnacht in Bottrop am 15.05.10 mitzugestalten! Mehr...


 
   
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Geschichte und Entwicklung

Spanische und portugiesische Eroberer brachten leibeigene Diener mit in die „Neue Welt“. Diese stammten aus ihren afrikanischen Kolonien. Mit 20 afrikanischen Sklaven an Bord, erreichte im Jahre 1619 das erste Schiff Nordamerika. Unzählige Afrikaner wurden seitdem verschleppt und mit Waffengewalt zum Sklavendienst gezwungen. Zum Teil konnten sich die  Afrikaner nicht einmal untereinander verständigen, da sie aus unterschiedlichen Stämmen mit unterschiedlichen Sprachen stammten. Dies war eine taktische Massnahme der Eroberer, um eine Flucht unmöglich zu machen.

Die Musikalität war ein wesentlicher Bestandteil ihrer Kultur. Dies machte eine Art von Kommunikation möglich. Es existieren einige Berichte, in denen davon erzählt wird, dass die Afroamerikaner auf den Schiffen Lieder sangen. Sehnsuchtsvolle, traurige, aber auch mut machende Lieder. Die Anzahl der Sklaven, die von Afrika nach Nordamerika geschleppt wurden, kann nur geschätzt werden. Sieben Millionen von schwarzen Sklaven auf dem gesamten amerikanischen Kontinent. Das ist die Zahl die in den Geschichtsbüchern, kurz vor der Zeit des Bürgerkrieges 1861, steht.

Ein lebensnotwendiger Ausdruck Ihrer Identität, war das emotionale Singen und Tanzen der Sklaven, bei Versammlungen und bei der Arbeit. Ein wichtiger Bestandteil in afrikanischen Riten.

Der „Shout“ war ein wesentliches Merkmal dieses Gesanges. Ein ausrucksvoller, gewissermassen geschrieener Gesangsstil. Auch als „Ring-Shout“ bekannt. Dabei standen die Sklaven im Kreis, tanzten, klatschten und scharrten mit den Füssen zu einer rhythmischen Melodie. Diese Melodie bestand im Wesentlichen nur aus einem Rezitationston und einigen Nebentönen.

Das Singen fand auch währen dem arbeiten statt. In den unter dem Namen „Worksongs“, „Calls“ oder „Cries“  bekannten Lieder, ging es vor allem um die Erleichterung von physischer Arbeit durch emotionale „Arbeit“. Diese Erleichterung verschafften sie sich im Gesang.  In dieser halb gesprochenen, halb gesungenen Form wurden die Arbeiter zum Essen herbeigerufen oder Ware auf dem Markt lautstark angeboten. In diesen „Worksongs“ gab ein Vorsänger den Rhythmus und die Melodie an, die dann von allen anderen aufgenommen wurde.

Schon früh versuchten die Sklavenhalter die Sklaven nach ihrem weissen Ideal zu „zivilisieren“. Man wollte die Sklaven mithilfe der Bibel zu Unterwürfigkeit erziehen. Ende des 18. Jahrhunderts entstand die so genannte Erweckungsbewegung, in der man versuchte Weisse wie Schwarze in grossen Versammlungen zu bekehren. Bedeutend bei solchen Versammlungen waren die Methodisten und die Baptisten, die Freiversammlungen, bekannt unter dem Namen „Camp-Meetings“, veranstalteten und viele Menschen zum christlichen Glauben führten.

Weshalb die Sklaven die weisse Religion so schnell aufnahmen ist nicht eindeutig belegt. Denn an ihrer Situation änderten sie damit nichts. Als Grund, wird häufig die Betonung der Freiheit und der Gleichberechtigung aller Menschenrassen in der Bibel angesehen. Ein Beleg dafür könnten die vielen Sklavenaufstände sein, angeführt von schwarzen Predigern. Die Hoffnung auf ein besseres Leben kommt noch viel stärker in den Liedtexten der Gospelsongs zum Ausdruck.

Auf den ersten dieser Camp-Meetings wurden Psalme und Choräle gesungen. Es waren langsame und getragene Melodien, die von einem Prediger vorgesungen und von der Menschenmenge nachgesungen wurden. Die Schwarzen brachten sehr viel Leben in die „white hymns“, so dass sich eine Eigendynamik in den Liedern entwickeln konnte.

Vor allem auf dem Land im Süden Amerikas, bildeten sich auf dieser Grundlage die „Negro Spirituals“. Wörtlich übersetzt: Geistliche Lieder der Neger. Da die wenigsten Sklaven lesen konnten, wurden die Liedtexte so eingeübt, dass ein Sänger eine Phrase vorsang die alle anderen nachsingen konnten.

Zu Anfangs übernahmen die Schwarzen zunächst die Lieder der Weissen und entwickelten später eigene Melodien und Texte. Eine besondere Bedeutung fällt hierbei gottesdienstlichen Versammlungen zu. Hier gab es, neben den festgelegten Liedern, Predigten, die ähnlich wie die „Calls“ und „Cries“, halb gesungen halb gesprochen wurden. Es kam nicht selten vor, das ein neues Lied entstand welches sich aus der Predigt entwickelte.

Das als „moaning“ bezeichnete Improvisieren, gemeinsames Singen auf langen Tönen, war Berichten zufolge ohne jegliche musikalische Vorgabe. Dies wurde rhythmisch frei ausgeführt und fing so unvermittelt an, wie es dann nach stundenlangem Zelebrieren auch wieder verebbte. Und so entwickelten sich ganz allmählich aus gemeinsamen Improvisationen feste Melodien.

Lieder entstanden spontan aus der Predigt heraus durch die Gemeinde, die dem Prediger mit rhythmischen Zurufen antwortete und sich aus einem zentralen Satz, ein Wechselgang formte und so zu einem Lied wurde. Die Gesangsweise des Vorsängers zeichnete sich dabei durch starke Verzierungen aus.

In den 50er Jahren blieben die schwarzen Gottesdienste weiterhin ein Ort, an dem sich die Afroamerikaner so frei wie nirgends sonst ausdrücken konnten. Und mit der Gospelmusik verband sich weiterhin politisches Gedankengut. Die Kirche war der wichtigste Versammlungsort für den Austausch politischer Gedanken und Diskussionen. Bürgerrechtsbewegungen gründeten sich häufig innerhalb der afroamerikanischen Kirchen. Einer der grössten Friedensbewegungen ab 1955 war die unter dem Pastor Martin Luther King, der bei einem Attentat 1968 ums Leben kam.

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